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Männer Landesliga Süd, 07.02.2010, 15:30 Uhr, Wittelsbacher-Halle, Bahnhofsstrasse 15, Fürstenfeldbruck
TuS Fürstenfeldbruck II – HSG Kirchheim/Anzing 36:25 (19:12)
[fs] Ganze fünf Minuten setzte die HSG das um, was sie sich für das Handballspiel gegen Fürstenfeldbruck II vorgenommen haben: Fünf Minuten, in denen man dem Gegner im Gegenstoß früh entgegentrat. Fünf Minuten, in denen die erste und zweite Welle des Gegners durch gutes Rückzugsverhalten verhindert wurde. Fünf Minuten, in denen im Angriff die Abwehr in Bewegung gehalten und so die nötigen Lücken gerissen wurden. Fünf Minuten, nach denen die HSG führte und überzeugte. 55 Minuten danach stand eine 25:36-Niederlage zu Buche – nach der Leistung absolut verdient. „Ein möglicher Aufstiegsplatz ist jetzt jedenfalls außer Reichweite“, sagte Trainer Fadil Kqiku nach dem Spiel.
Tatsächlich wirkt die ganze Mannschaft derzeit gelähmt und gedanklich etwas langsam. In die gleiche Kerbe schlagen auch die Spieler Michael Neubauer - „Zur Zeit kommen wir einfach oft einen Schritt zu spät“ – und Fabian Fiedler – „Wir treten zu selten geschlossen als Mannschaft auf, eigentlich eine unserer Stärken“. Trainer Kqiku glaubt an Besserung: „Jetzt ist auf alle Fälle ein großer Brocken weg. Die Mannschaft kann wieder frei aufspielen – Druck haben wir jetzt keinen mehr.“ Nach dem Spieltag steht die HSG nur noch auf Platz 7.
Henner Görtz, Alexander Siegmund und Fabi Welser mussten für das Spiel passen. Dafür nominierte Trainer Fadil Kqiku „Tisi“ Haberthaler aus der A-Jugend. Außerdem wartete er mit der überraschenden Maßnahme auf, 3 Torhüter in den 14-er Kader für das Spiel zu nehmen, da Fabian Fiedler nach seiner beruflich bedingten Abstinenz wieder in München weilt. Keiner der drei Torhüter konnte allerdings dem Spiel seinen Stempel aufdrücken.
Die Partie fing gut an. Die Abwehr stand schnell und beweglich. Im Positionsspiel hatte die Heimmannschaft das ganze Spiel über Probleme mit der HSG-Abwehr, auch wenn sie mit Abstrichen erneut zu passiv war. Leider wurde der TuS viel zu selten ins Positionsspiel gedrängt. Mit dem Ausgleich zum 3:3 hatte die Reserve aus Fürstenfeldbruck zu seinem Spiel gefunden. Gegenstoßwelle auf Gegenstoßwelle rollte auf das Tor der HSG zu, zudem trafen sie in dieser Spielphase auch relativ souverän aus dem gebundenen Spiel. Bei der HSG hingegen konnte man ab dem 3:4 an der Körpersprache sehen, dass sich die Mannschaft bereits aufgegeben hatte. Fabian Heck leitete die ersten Minuten ausgezeichnet das Angriffspiel der HSG – doch auch bei ihm kam nach dem guten Beginn der Bruch. Er nahm es mit Galgenhumor: „Ich sehe eine Steigerung zu letztem Jahr. Letztes Jahr hat man hier gar nicht gesehen, dass wir Handball spielen können. Heute, zumindest manchmal, schon“. So nahm das Spiel seinen Lauf. Recht bald lag man aussichtslos hinten. Nach der Halbzeit konnte die HSG noch zweimal auf 5 Tore verkürzen, mehr als ein Aufbäumen war das aber nicht. Fabian Fiedler nahm daher die Mannschaft in die Pflicht: „Ich wüsste nicht, wen man nach dem Spiel positiv herausheben könne - die Mannschaft hat als Ganzes nicht funktioniert“.
Gerade im Angriffspiel hatte man den Eindruck die Mannschaft spiele erst seit kurzem zusammen. Abwehrarbeit, Kampf und Leidenschaft hat die Mannschaft nicht verlernt – die Offensive dagegen agiert zuweilen bereits seit Wochen hilflos, gerade wenn Motor Max Haberthaler einen schlechten Tag erwischt.
„In der Hinrunde haben wir auch gegen Haching und Bruck verloren und dann eine Serie gestartet“, bleibt Coach Kqiku zuversichtlich. Der Wachrüttler war damals ein schlechtes Krampfspiel beim TSV Allach. Bevor allerdings das Heimspiel gegen diesen Gegner folgt, steht erst am Valentinstag das Nachholspiel aus der Hinrunde gegen den TSV Schwabmünchen auf dem Programm.
HSG Kirchheim/Anzing: Fabian Fiedler, Simon Scharder, Florian Sinseder (Tor); Robin Engl (5), Fabian Heck (4/4), Dominik Heck (1), Max Haberthaler (4), Tisi Haberthaler, Markus List (4), Paul Hofmann (2), Kay Hofmann, Michael Neubauer, Anton Gnadler, Manuel Fischer (5);
Strafzeiten: TuS 6 – HSG 3
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