16 Jul
Die Vorbereitung hat begonnen
Zwei Neuzugänge bei den Löwen
22 Mär
TSV Ismaning - SV Anzing 31:26
Löwen verlieren beim Tabellenletzten
Manchmal gibt es diese Abende, an denen man schon früh merkt, dass es schwer wird – und trotzdem lange daran glaubt, das Spiel noch drehen zu können. Für den SV Anzing traf beides in der Isarena zu. Am Ende stand eine 26:31-Niederlage (12:16) beim TSV Ismaning, bei der vor allem der eigene Rhythmus über weite Strecken fehlte.
Im Bild Paavo Hofmann
Von Beginn an liefen die Löwen einem Rückstand hinterher. Ismaning war einen Tick wacher, konsequenter in den Abschlüssen und nutzte die sich bietenden Räume effizient. Anzing hingegen tat sich schwer, ins Spiel zu finden – zu viele einfache Fehler, Fehlpässe und ausgelassene Chancen verhinderten einen stabilen Aufbau. Zwar blitzte immer wieder das vorhandene Potenzial auf, doch wirklich Zugriff bekam man nie. So wuchs der Rückstand zwischenzeitlich auf mehrere Tore an, ehe es mit einem 12:16 in die Pause ging – ein Ergebnis, das Hoffnung ließ, aber auch klar zeigte, wo die Probleme lagen.
Und tatsächlich: Nach dem Seitenwechsel zeigte Anzing zunächst genau die Reaktion, die man sich gewünscht hatte. Mit mehr Tempo, klareren Entscheidungen und spürbar mehr Energie kämpften sich die Löwen zurück ins Spiel. Beim 18:16 war man plötzlich wieder dran – die Partie war offen, die Dynamik schien zu kippen. Doch genau in dieser Phase riss der Faden erneut. Statt weiter Druck aufzubauen, schlichen sich wieder einfache Fehler ein, die Ismaning konsequent bestrafte. Innerhalb weniger Minuten zog der Gastgeber davon und stellte den Vorsprung auf bis zu neun Tore – ein Nackenschlag, von dem sich Anzing letztlich nicht mehr erholen konnte.
Dabei war der Einsatz weiterhin unbestritten. Auch in dieser schwierigen Phase probierten die Löwen alles: offensivere Abwehrvarianten, Manndeckung, schnelles Umschalten – es wurde nichts unversucht gelassen, um das Spiel noch einmal zu drehen. Gleichzeitig zeigten die Torhüter eine starke Leistung. Lorenz Mayr hielt in Halbzeit 1 gegen seinen Ex-Verein mehrfach, Matteo Czeslik brachte in Halbzeit 2 sogar mehrere Doppelparaden – ein Lichtblick an einem insgesamt gebrauchten Abend.
In der Schlussphase gelang es zumindest, das Ergebnis noch etwas freundlicher zu gestalten. Mit viel Einsatz und Willen verkürzten die Löwen den Abstand, doch echte Spannung kam nicht mehr auf – zu deutlich war die Hypothek aus der Phase nach dem 18:16. So blieb am Ende eine Niederlage, die sich weniger am Gegner festmachen lässt als an der eigenen Leistung.
Dennoch: Diese Mannschaft hat bereits mehrfach gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Die Mischung aus jungen Spielern, Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt ist intakt – auch wenn sie an solchen Tagen noch Schwankungen mit sich bringt. Wenn es gelingt, die guten Phasen konstanter zu gestalten und die einfachen Fehler zu reduzieren, wird sich der SV Anzing auch wieder belohnen.
Kader: Czeslik Matteo, Mayr Lorenz; Ehrenstorfer Florian, Erber Sebastian (2/1), Adam Julian, Steininger Tim, Kiefel Jonas (5), Felber Sebastian (3), Pignot Noah, Hofmann Paavo (4), Hofmann Jussi (8/3), Lenkeit Maximilian, Trummer Oskar (4), Dirnberger Simon, Krasniqi Kreshnik