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30 Mär
SV Anzing - HT München 23:32
Zu viele Fehler bremsen Anzing im Derby aus.
Der Rahmen passte: Derby in der Löwenhöhle, gute Kulisse, klare Rollenverteilung – und dennoch die Hoffnung, dem Favoriten aus München Paroli bieten zu können. Am Ende musste sich der SV Anzing jedoch deutlich mit 23:32 (6:15) gegen den HT München geschlagen geben. Ein Ergebnis, das vor allem auf eine schwierige erste Halbzeit zurückzuführen ist.
Dabei begann die Partie vielversprechend – zumindest defensiv. Neuzugang Felix Hertlein im Tor erwischte einen hervorragenden Einstand und hielt seine Mannschaft in der Anfangsphase im Spiel. Nach gut zehn Minuten stand es erst 1:1 und Anzing konnte das Spiel offen gestalten. Doch schon hier zeigte sich ein Problem, das sich durch den gesamten ersten Durchgang ziehen sollte: zu viele einfache Fehler im Angriff. Mehrere freie Würfe fanden nicht den Weg ins Tor, dazu kamen technische Fehler und Ballverluste, die der HT München konsequent nutzte. So kippte die Partie Schritt für Schritt – aus einem 2:5 wurde ein 3:10, später ein 4:14.
Erschwerend kam hinzu, dass Sebastian Felber angeschlagen ins Spiel ging. Der Rückraumspieler versuchte es zwar kurz, musste jedoch früh erkennen, dass es an diesem Abend körperlich nicht reicht, um der Mannschaft wirklich helfen zu können. In Kombination mit der ohnehin angespannten Personalsituation fehlte damit eine wichtige Option im Angriffsspiel. Trotz grundsätzlich ordentlicher Abwehrarbeit im Positionsangriff gelang es Anzing zu selten, daraus Kapital zu schlagen. Zur Pause stand ein deutliches 6:15 – auch weil die Gäste ihre Chancen effizient nutzten.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann ein anderes Bild. Anzing spielte strukturierter, reduzierte die Fehlerquote und kam deutlich besser in die Abschlüsse. Die zweite Halbzeit gestaltete sich ausgeglichener, auch weil der HT München durchwechselte. Tore von Hoxha, den Hofmann-Brüdern, Pignot oder Trummer sorgten dafür, dass der Abstand zumindest stabil gehalten werden konnte. Phasenweise gelang es sogar, den Rückstand leicht zu verkürzen, ohne das Spiel jedoch noch einmal ernsthaft spannend machen zu können.
Insgesamt bleibt ein Auftritt, der zwei sehr unterschiedliche Gesichter zeigte. Defensiv war die Leistung – gerade im Positionsspiel – über weite Strecken in Ordnung, und auch die Torhüter setzten Akzente. Offensiv hingegen verhinderten zu viele einfache Fehler ein engeres Spiel. Der HT München nutzte diese Schwächen konsequent aus und gewann am Ende verdient.
Für den SV Anzing bleibt die Erkenntnis, dass in dieser jungen Mannschaft viel Potenzial steckt, das sich jedoch noch nicht konstant über 60 Minuten zeigt. Schwankungen gehören in dieser Phase der Entwicklung dazu – gleichzeitig ist klar, dass genau hier der nächste Schritt liegen muss. Struktur, Konzentration und Konsequenz im eigenen Spiel bleiben die zentralen Faktoren, um die vorhandene Qualität künftig häufiger in Ergebnisse umzumünzen.
Kader: Hertlein Felix, Czeslik Matteo; Ehrenstorfer Florian (1), Hoxha Florim (6/3), Adam Julian (1), Steininger Tim, Kiefel Jonas, Felber Sebastian, Meermann Finn, Pignot Noah (3), Hofmann Paavo (3), Hofmann Jussi (4/2), Lenkeit Maximilian, Trummer Oskar (3), Krasniqi Kreshnik (2), Schnabel Philipp