11 Feb
Spitzenreiter eine Nummer zu groß
Niederlage in Regensburg
26 Jan
TSV München-Allach - SV Anzing 31:20
Löwen holen sich Klatsche in Allach
Der SV Anzing musste sich beim Auswärtsspiel in der Regionalliga beim TSV München-Allach mit 20:31 (9:16) geschlagen geben. Von Beginn an fand die Mannschaft nur schwer in die Partie. Der Gastgeber trat sehr zielstrebig auf und nutzte die Anzinger Unsicherheiten konsequent aus. In der Defensive agierte Anzing dabei häufig zu zögerlich, kam einen Schritt zu spät in die Aktionen und bot Allach immer wieder Räume. Zwar erspielten sich die Gäste im Angriff durchaus gute Abschlussmöglichkeiten, doch entweder stand der starke gegnerische Torhüter im Weg oder der Ball verfehlte sein Ziel knapp. So geriet Anzing früh ins Hintertreffen und lief schnell einem deutlichen Rückstand hinterher.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit änderte sich daran wenig. Anzing kam phasenweise ordentlich in den Angriff, brachte sich aber durch mangelnde Präzision selbst um den Ertrag. Defensiv fehlte es weiterhin an Konsequenz im Zugriff, was Allach mit einfachen Toren bestrafte. Zur Pause war der Rückstand bereits auf 16:9 angewachsen – ein Zwischenstand, der den Spielverlauf treffend widerspiegelte.
Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Anzing um mehr Stabilität und Ordnung. Treffer von Jonas Kiefel, Noah Pignot und Julian Adam sorgten zumindest phasenweise für Entlastung und zeigten, dass sich die Mannschaft weiterhin Chancen erarbeitete. Positiv aus Anzinger Sicht war zudem die Rückkehr von Jussi Hofmann, der offensiv Verantwortung übernahm und versuchte, Struktur ins Spiel zu bringen. Insgesamt blieb München-Allach jedoch spielbestimmend und nutzte die weiterhin zu passiv geführten Abwehraktionen der Gäste konsequent aus.
In der Schlussphase ließ der Gastgeber nichts mehr anbrennen. Anzing kam weiterhin zu Möglichkeiten, doch das Bild des Abends blieb gleich: gute Ansätze im Angriff, die entweder vom starken gegnerischen Torhüter entschärft wurden oder an der eigenen Ungenauigkeit scheiterten, während in der Abwehr oft die letzte Entschlossenheit fehlte. Am Ende stand eine deutliche Niederlage, die nüchtern betrachtet die fehlende Durchgängigkeit über 60 Minuten widerspiegelte.
Trainer Julian Ruckdäschel ordnete die Partie sachlich ein: „Das Ergebnis tut weh, aber jetzt heißt es, weiter hart zu arbeiten und aus solchen Spielen zu lernen.“ Auch Niki Krasniqi richtete den Blick nach vorne und machte deutlich, worauf es nun ankommt: „Kopf hoch, aufstehen und weitermachen. Wir lassen uns davon nicht umwerfen.“ Mit dieser Haltung will der SV Anzing die kommenden Aufgaben angehen, denn mit Coburg steht das nächste wichtige Spiel direkt vor der Tür.
Kader: Matteo Czeslik, Lorenz Mayr; Florian Ehrenstorfer (1), Julian Adam (1), Andreas Lock, Jonas Kiefel (1), Sebastian Felber (3), Finn Meermann, Noah Pignot (2), Paavo Hofmann (1), Jussi Hofmann (5), Simon Dirnberger, Oskar Trummer (2), Kreshnik Krasniqi, Philipp Schnabel