11 Feb
Spitzenreiter eine Nummer zu groß
Niederlage in Regensburg
01 Feb
SV Anzing - HSC 2000 Coburg II 33:36
Löwen müssen Coburg zwei Punkte überlassen
Nach dem starken Hinspielerfolg waren die Erwartungen im Anzinger Sportzentrum spürbar hoch – doch der Handballabend gegen den HSC 2000 Coburg II zeigte früh, dass es gegen einen direkten Konkurrenten keinen einfachen Weg gibt. Die Gäste reisten gut vorbereitet an und nutzten jede sich bietende Gelegenheit konsequent. Zwar startete der SV Anzing ordentlich und ging nach Treffern von Ehrenstorfer, Hoxha und Felber mit 3:1 in Führung, doch schon in der Anfangsphase wurde deutlich, wie schmal der Grat zwischen Kontrolle und Rückstand an diesem Abend sein würde.
Im weiteren Verlauf lag der Knackpunkt vor allem im Abwehrverhalten. Anzing arbeitete engagiert und war in vielen Situationen dicht am Gegenspieler, doch immer wieder fehlte der entscheidende Schritt nach hinten, um Würfe wirklich zu unterbinden oder den Passweg zu schließen. Coburg nutzte diese kleinen Lücken konsequent, kam zu einfachen Toren und setzte sich über Tempogegenstöße und Siebenmeter ab. Trotz einzelner Treffer – unter anderem durch Kiefel, Hoxha und Jussi Hofmann – wuchs der Rückstand an. Beim 13:19 zur Pause spiegelte die Anzeigetafel wider, dass Anzing defensiv zu oft einen halben Schritt zu spät kam.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der SV Anzing jedoch Moral. Die Mannschaft kam mit mehr Aggressivität aus der Kabine, stand phasenweise kompakter und bekam über Lorenz Mayr im Tor zusätzliche Sicherheit. Mehrere Paraden verhinderten, dass Coburg frühzeitig davonziehen konnte, und ermöglichten eine Aufholjagd. Angeführt von Ehrenstorfer und Kiefel kämpften sich die Löwen wieder heran. In dieser Phase ordnete Sebastian Felber die Partie treffend ein: Man habe viel investiert, „aber in der Abwehr fehlt uns dann manchmal genau dieser letzte Schritt nach hinten. Wir hauen rein, sind dran – aber wenn der fehlt, wird es sofort bestraft. Das wird noch besser.“
Die Schlussphase entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Anzing riskierte mehr, kam noch einmal auf 32:34 heran und zwang die Gäste zu Auszeiten. Doch auch in den entscheidenden Minuten gelang es nicht, die defensive Stabilität über mehrere Aktionen hinweg aufrechtzuerhalten. Coburg blieb ruhig, nutzte seine Chancen über die Außenspieler und setzte sich schließlich mit 36:33 durch – eine knappe Niederlage gegen einen direkten Verfolger.
Unterm Strich bleibt ein Spiel, aus dem sich klare Erkenntnisse ziehen lassen. Die Moral nach der Pause, die Torhüterleistung und der Einsatz bis zur letzten Minute stimmen optimistisch. Wenn es gelingt, die Abwehrarbeit mit diesem letzten Schritt konsequenter zu vollenden, wird der SV Anzing solche engen Spiele künftig wieder häufiger auf seine Seite ziehen.
Kader: Mayr Lorenz, Czeslik Matteo (1); Ehrenstorfer Florian (6), Erber Sebastian (1), Hoxha Florim (9/4), Adam Julian, Kiefel Jonas (4), Felber Sebastian (2), Meermann Finn, Pignot Noah (1), Hofmann Paavo (1), Hofmann Jussi (6), Lenkeit Maximilian, Trummer Oskar (1), Krasniqi Kreshnik (1), Schnabel Philipp