11 Feb
Spitzenreiter eine Nummer zu groß
Niederlage in Regensburg
06 Dez
HBC Nürnberg - SV Anzing 31:32
Anzing jubelt nach dramatischem Freiwurfkrimi in Nürnberg
Der Abend in der Röthenbach Ost Halle begann mit viel Energie. Der HBC Nürnberg, ein junger Verein, der erst 2019 aus der Fusion zweier traditionsreicher Abteilungen entstand, präsentierte sich wie gewohnt heimstark und temporeich. Besonders der rechte Flügel der Hausherren stellte die Löwen vor schwierige Aufgaben. Leon Stummvoll, Nürnbergs auffälligster Angreifer an diesem Abend, fand früh seinen Rhythmus und traf in Serie. Die Atmosphäre heizte sich zusehends auf und man merkte sofort, dass dieses Spiel knapp werden würde.
Anzing blieb jedoch konzentriert und fand zunehmend Stabilität im Abwehrverbund. Florian Ehrenstorfer war dabei einer der prägenden Akteure, arbeitete unermüdlich im Innenblock mit dem starken„Niki“ Kreshnik und setzte auch offensiv wichtige Akzente. Florim Hoxha erwischte diesmal besonders in der Abwehr einen Sahnetag, übernahm aber auch im Angriff Verantwortung und verwandelte fünf seiner sechs Siebenmeter mit großer Ruhe. Mit seinen elf Treffern blieb er ein verlässlicher Motor des Angriffs, ohne dabei das Spiel allein tragen zu müssen. Das 16 zu 16 zur Pause war folgerichtig, denn beide Teams schenkten sich nichts.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Löwen die bessere Phase. Felber punktete variabel, Jussi Hofmann fand immer wieder Wege durch die Abwehr und die Torhüter Matteo Czeslik und Lorenz Mayr glänzten nicht nur im Kasten, sondern brachten sich beide mit jeweils einem Tor auch auf die Anzeigetafel. Als Anzing sich bis auf 26 zu 31 absetzte, schien der Abend entschieden.
Doch Nürnberg startete eine furiose Aufholjagd, die die Partie noch einmal völlig öffnete. Die Halle kochte, die Hausherren trafen plötzlich alles und der komfortable Vorsprung schmolz dahin. Plötzlich stand es 31 zu 31 und das Spiel war in seiner dramatischsten Phase angekommen. Die Löwen mussten tief gehen, um nicht komplett ins Straucheln zu geraten.
Die entscheidende Szene ereignete sich dann in den letzten Sekunden. Nürnberg verteidigte einen Freiwurf zu hart und kassierte eine Zeitstrafe. Daraus resultierte nun wiederum ein Freiwurf. Die Schiedsrichter signalisierten klar, dass dies die letzte Aktion des Spiels sein würde. Die Uhr lief fast aus, die Halle war still, die Spieler angespannt. Sebastian Erber trat an und verwandelte mit purem Willen zum 31 zu 32. Direkt danach ertönte die Sirene. Die Löwen explodierten vor Freude, der Auswärtssieg war eingefahren.
Dieser Erfolg zeigt, wie viel Charakter in dieser Mannschaft steckt. Die Löwen kämpfen, sie reagieren auf Rückschläge und sie behalten in entscheidenden Momenten die Nerven. Mit dieser Mischung aus Einsatzbereitschaft, Spielintelligenz und Mut gehen sie nun in die kommenden Aufgaben, die nicht minder herausfordernd werden. Der Weg ins sichere Tabellenmittelfeld bleibt offen und erreichbar.
Kader
Czeslik
Matteo (1), Mayr Lorenz (1)
Ehrenstorfer Florian (3), Erber
Sebastian (3), Hoxha Florim (11/5), Lock Andreas, Meermann Finn,
Kiefel Jonas, Felber Sebastian (5), Pignot Noah, Hofmann Paavo (1),
Hofmann Jussi (4), Trummer Oskar, Krasniqi Kreshnik (3), Schnabel
Philipp, Rappold Jakob