11 Feb
Spitzenreiter eine Nummer zu groß
Niederlage in Regensburg
13 Dez
SV Anzing - TSV 2000 Rothenburg 34:29
Kampfbetonter Sieg gegen starke Gäste
Die Löwenhöhle war am Samstagabend gut gefüllt, die Stimmung schon vor dem Anpfiff spürbar positiv – beste Voraussetzungen für einen intensiven Regionalliga-Abend. Und der SV Anzing lieferte. Gegen den TSV 2000 Rothenburg, der mit seiner körperlichen Präsenz und Erfahrung angereist war, setzte sich Anzing am Ende verdient mit 34:29 (16:14) durch und belohnte sich für eine über weite Strecken sehr konzentrierte Leistung.
Von Beginn an war zu sehen, dass Anzing den Ton angeben wollte. Der Start gelang gegen einen starken Gegner überzeugend, das Spiel entwickelte sich früh zu einem offenen Schlagabtausch. Während Rothenburg immer wieder versuchte, über Physis und Einzelaktionen Druck aufzubauen, hielt Anzing mit Tempo, Struktur und Spielfreude dagegen. Besonders auffällig: Philipp Schnabel, der für den ausgefallenen Jussi Hofmann in eine tragende Rolle schlüpfte und nicht nur mit eigenen Treffern, sondern auch mit klugen Anspielen – unter anderem auf den treffsicheren Oskar Trummer – glänzte. Bis zur Pause erspielte sich Anzing eine knappe, aber verdiente 16:14-Führung.
Nach dem Seitenwechsel erwischte der SV Anzing einen Traumstart. Innerhalb weniger Minuten wuchs der Vorsprung auf fünf Tore an, getragen von einer weiterhin sehr konzentrierten Defensive. Im Mittelblock arbeiteten Florian Ehrenstorfer und Kreshnik Krasniqi intensiv, dahinter präsentierten sich die beiden Torhüter als sichere Rückendeckung. Als sich kurzzeitig kleine Unkonzentriertheiten einschlichen und Rothenburg das Spiel sogar drehen konnte, bewies das Team die nötige Entwicklung: Mit mehr Disziplin und Ruhe im Spielaufbau, sowie fokussierter Abwehrarbeit fing sich Anzing schnell wieder und setzte sich erneut ab. Rothenburg gab sich zu keinem Zeitpunkt auf und versuchte bis in die Schlussphase hinein, den Anschluss zu halten.
Doch an diesem Abend hatten sie es mit ebenso entschlossenen Anzingern zu tun. Florim Hoxha übernahm in der zweiten Hälfte viel Verantwortung und blieb auch von der Siebenmeterlinie eiskalt, während Paavo Hofmann und Sebastian Erber wichtige Treffer in Phasen erzielten, in denen das Spiel zu kippen drohte. Auch Neuzugang Finn Meermann nutzte seine ersten Minuten im Löwendress um in Abwehr und Angriff zu überzeugen. Spätestens beim 31:24 war die Richtung klar, der Schlusspunkt zum 34:29 passte ins Gesamtbild eines geschlossenen Auftritts. Das Schiedsrichtergespann leitete die Partie dabei insgesamt ruhig und souverän, ohne selbst in den Mittelpunkt zu rücken.
Trainer Julian Ruckdäschel zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden: „Wir haben heute über weite Strecken sehr klar gespielt, auch nach schwierigen Momenten nicht den Kopf verloren und uns immer wieder auf unsere Stärken besonnen.“ Nach dem Abpfiff blieb die Stimmung in der Löwenhöhle entsprechend ausgelassen. Auch die anschließende Weihnachtsfeier der Herren 1 trug ihren Teil dazu bei, Geschenke wurden zwar keine verteilt, dafür aber zwei wichtige Punkte. Mit dieser Leistung kann der SV Anzing selbstbewusst in die kommenden Aufgaben gehen.
Kader:
Torhüter: Matteo Czeslik, Lorenz Mayr; Feldspieler: Florian Ehrenstorfer (2), Sebastian Erber (5), Florim Hoxha (9/4), Andreas Lock, Jonas Kiefel, Ludovico Bartolucci, Noah Pignot (1), Paavo Hofmann (3), Finn Meermann, Oskar Trummer (7), Kreshnik Krasniqi (2), Philipp Schnabel (4), Jakob Rappold (1)