11 Feb
Spitzenreiter eine Nummer zu groß
Niederlage in Regensburg
12 Jan
SV Anzing - VfL Günzburg 36:38
Nach guter Leistung gegen Günzburg knapp verloren
Vor toller Kulisse im Anzinger Sportzentrum entwickelte sich am Freitagabend ein echtes Regionalliga-Spektakel, das am Ende zwar mit einer 36:38-Niederlage gegen den VfL Günzburg endete, den Zuschauern aber ein intensives, torreiches und bis zur letzten Minute offenes Spiel bot. Der SV Anzing erwischte einen mutigen Start, ging früh in Führung und zeigte von Beginn an, dass man dem Favoriten mit Tempo und Überzeugung begegnen wollte. Trotz früher Unterzahlsituationen blieb die Mannschaft ruhig, bewegte den Ball gut und fand immer wieder Lösungen im Angriff.
In der ersten Halbzeit wechselte die Führung mehrfach. Besonders Sebastian Felber drückte dem Spiel seinen Stempel auf, während Philipp Schnabel mit viel Übersicht und klugen Entscheidungen überzeugte. Auch die Defensive arbeitete engagiert, doch immer wieder fand Günzburgs Kreisläufer Daniel Jäger Lücken – ein Faktor, der Anzing über die gesamte Spielzeit beschäftigen sollte. Zur Pause stand ein knappes 17:18 auf der Anzeigetafel, das den Spielverlauf treffend widerspiegelte. Auf den Rängen war die Stimmung entsprechend aufgeheizt. „Das war Werbung für den Handball – hohes Tempo, viele Tore, da gehst du kaum zum Durchatmen“, meinte ein Zuschauer anerkennend.
Nach dem Seitenwechsel blieb Anzing hartnäckig. Mehrfach kämpfte sich das Team bis auf einen Treffer heran, ließ die Halle hoffen und zeigte große Moral. Felber blieb kaum zu stoppen, Basti Erber verwandelte alle fünf Siebenmeter sicher, und auch Paavo Hofmann sowie Kreshnik Krasniqi setzten wichtige Akzente. Dennoch gelang es nicht, das Spiel endgültig zu kippen – vergebene freie Chancen und kleine Unsauberkeiten in der Abwehr verhinderten den Ausgleich oder eine eigene Führung. Trainer Julian Ruckdäschel brachte es nach der Partie auf den Punkt: „Wir waren immer wieder dran, aber genau dieser eine Moment, in dem das Spiel kippt, hat heute gefehlt.“
In der Schlussphase warf der SV Anzing noch einmal alles in die Waagschale, verkürzte erneut und spielte konsequent nach vorne. 38 Gegentore seien letztlich zu viel gewesen, doch der Einsatz stimmte bis zur letzten Sekunde. Kapitän Florian Ehrenstorfer fand trotz der Niederlage klare Worte: „Natürlich tut das weh, weil wir wissen, dass mehr drin war. Aber wir haben gezeigt, dass wir mithalten können – wenn wir das stabilisieren, werden wir solche Spiele auch ziehen.“ Der Applaus der Zuschauer unterstrich, dass diese Leistung anerkannt wurde.
Auch ohne Punkt bleibt der Eindruck eines Auftritts, der Mut macht. Die Mannschaft präsentierte sich kämpferisch, spielfreudig und geschlossen. Dies gilt es nun im nächsten Spiel genauso umzusetzen und in der Abwehr noch eine Schippe draufzulegen. Denn die nächste Herausforderung in Waldbüttelbrunn wartet.
Kader: Czeslik, Matteo (1); Mayr, Lorenz; Adam, Julian, Rappold, Jakob, Ehrenstorfer, Florian (3), Lock, Andreas, Kiefel, Jonas (3), Meermann, Finn (2), Pignot, Noah, Hofmann, Paavo (5), Felber, Sebastian (10), Erber, Sebastian (7/5), Lenkeit, Maximilian, Krasniqi, Kreshnik (2), Schnabel, Philipp (3)