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Niederlage in Regensburg
17 Jan
DJK Waldbüttelbrunn - SV Anzing 25:30
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Der SV Anzing hat seine Auswärtsaufgabe bei der DJK Waldbüttelbrunn mit bemerkenswerter Konsequenz gelöst und einen verdienten 30:25-Erfolg (15:10) eingefahren. In der spärlich besuchten Ballsporthalle waren nur wenige, aber umso tapferere Anzinger Fans zugegen – sie bekamen jedoch von Beginn an eine hochkonzentrierte Vorstellung ihrer Mannschaft zu sehen. Früh übernahm Anzing das Kommando, stellte eine aggressive, sehr disziplinierte Abwehr und legte mit einem 4:0-Start den Grundstein für einen Abend, der lange Zeit erstaunlich einseitig wirkte.
Gerade defensiv präsentierte sich der SV Anzing in der Anfangsphase nahezu lehrbuchreif. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein verzweifelte Waldbüttelbrunn immer wieder an der gut abgestimmten Abwehr um Florian Ehrenstorfer und Kreshnik Krasniqi – und wenn doch einmal ein Wurf durchkam, war im Tor meist Endstation. Matteo Czeslik hütete in Durchgang eins den Kasten mit viel Ruhe und Präsenz, später übernahm Lorenz Mayr nahtlos und sorgte dafür, dass die Gastgeber nie ernsthaft herankamen. Auch die etwas glücklose Wurfausbeute der DJK spielte den Gästen dabei in die Karten.
Im Angriff agierte Anzing über weite Strecken äußerst umsichtig. Immer wieder wurden geduldig Lücken gesucht und konsequent die Außen freigespielt. Florim Hoxha zeigte sich dabei einmal mehr als verlässlicher Zielspieler und blieb auch von der Siebenmeterlinie eiskalt. Sebastian Felber setzte aus dem Rückraum wichtige Nadelstiche, während Philipp Schnabel das Spiel clever lenkte und für Struktur sorgte. Zur Pause hatte sich Anzing bereits ein beruhigendes Polster erspielt – 15:10, ohne dabei das Gefühl zu haben, schon am Limit zu sein.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst kaum. Waldbüttelbrunn versuchte, über Tempo und Einzelaktionen zurück ins Spiel zu finden, doch Anzing blieb stabil, verteidigte fair und schaltete konsequent um. So konnte Mitte der zweiten Halbzeit ein Vorsprung von bis zu 12 Toren erspielt werden. Besonders erfreulich: Julian Adam bekam Einsatzzeit und belohnte sich für seine Trainingsarbeit mit seinem ersten Tor für die erste Mannschaft – ein Moment, der auf und neben der Bank sichtbar Freude auslöste. Weniger glücklich verlief die Szene um Maximilian Lenkeit, der bei seinem ersten Einsatz sofort einen Siebenmeter zog, kurz darauf aber nach einer eigentlich sauberen Abwehraktion eine harte Rote Karte hinnehmen musste.
Am Ende stand ein souveräner Auswärtssieg, der sinnbildlich für die bisherige Saison des SV Anzing steht. Die Hinrunde wurde mit starken 13:13 Punkten abgeschlossen – ein Ergebnis, das angesichts der zahlreichen Abgänge im Sommer als äußerst erfolgreich zu bewerten ist. Die Mannschaft hat Stabilität bewahrt, neue Rollen gefunden und sich Schritt für Schritt weiterentwickelt. Mit dem Spiel gegen Allach beginnt nun die Rückrunde – und dort wartet nicht nur ein direkter Konkurrent, sondern auch eine offene Rechnung aus dem Hinspiel. Ein idealer Zeitpunkt also, um zu zeigen, dass dieser Umbruch nicht nur verwaltet, sondern aktiv gestaltet wird.
Kader: Czeslik, Matteo; Mayr, Lorenz; Ehrenstorfer, Florian (2), Hoxha, Florim (10/2), Lock, Andreas, Adam, Julian (1), Felber, Sebastian (7), Pignot, Noah (1), Hofmann, Paavo (1), Lechner, Thomas, Erber, Sebastian, Lenkeit, Maximilian, Trummer, Oskar (6), Krasniqi, Kreshnik (1), Schnabel, Philipp, Rappold, Jakob (1)