01 Okt
Achterbahnfahrt der Gefühle endet Unentschieden
Verlorener Punkt zum Auftakt gegen Prien?
07 Okt
TSV Ismaning II - SV Anzing III 27:37
Dritte feiert Start-Ziel-Sieg in Ismaning
Trotz vielversprechender Ansetzung zur Primetime erwartete die Zuschauer in der Ismaninger Isarena am vergangenen Samstagabend ein zähes Bezirksligaduell zwischen der Reserve des TSV Ismaning und der Reservereserve des SV Anzing. Insgesamt befanden sich für beide Mannschaften nur 20 Spieler auf der Platte, wobei die Anzinger Dritte immerhin zwei Auswechselspieler und alterstechnisch deutlich mehr Erfahrung zur Verfügung hatte. Vor allem ersteres war unter anderem der kurzfristigen Reaktivierung von Darius Förster sowie des Comebacks von Tobias Köglmeier zu verdanken, die jeweils ihr erstes Spiel für Anzings wahre Liebe in diesem Kalenderjahr absolvierten. Außerdem fand die Tanzmaus Timo Stöcker mal wieder den Weg in eine Handballhalle außer der Markt Schwabener, in der normalerweise die Trainings stattfinden. Die drei „Neuen“ nahmen zu Beginn auf der Bank Platz, welche durch Jonas Gäbler und die Offiziellen Gerd Lzicar und Dominik Langer komplettiert wurde.
Anzings wahre Liebe startete mit einer nahezu identischen Aufstellung wie in der vergangenen Woche ins Spiel, in der Nick Jordan nach überwundener Krankheit Raffi Finsterhölzl ersetzte, der an diesem Samstag dringenden privaten Verpflichtungen auf der Theresienwiese nachgehen musste. Jonas May, der zufälligerweise genau dort den Vortag verbracht hatte und dementsprechend spritzig ins Spiel ging, überraschte im ersten Angriff alle in der Halle Anwesenden inklusive sich selbst, indem er im Sprung noch den freistehenden Felix „Willi“ Wörner bediente, welcher zur 0:1 Führung einnetzte. Diese Führung sollten die Löwen über die gesamte Spielzeit nicht mehr hergeben. Tomek Rolka zeigte sich diesmal von Beginn an treffsicher und stellte schnell auf 1:4 nach vier gespielten Minuten. Nach 2:5 und 3:6 kamen die Ismaninger durch schnelle zweite Welle sowie Rückraumwürfe nochmal auf 5:6 heran, danach stand die rot-schwarze Defensive gemeinsam mit Robin Schmid im Tor aber wieder stabiler. Da im Angriff weiterhin konzentriert die Schnittstellen attackiert wurden und Jonas Mays Rückraumwürfe heute in den allermeisten Fällen den Weg ins Ziel fanden, wurde bald wieder ein Vorsprung von drei Toren hergestellt. Löwendompteur Hasi Langer nutzte nun seine Wechselmöglichkeiten und nahm den deshalb völlig perplexen Nikolaus Jordan als ersten Rückraumakteur vom Feld. In der Folge zogen seine Mannen trotz schlecht ausgespielter Überzahl von 7:10 auf 7:13 davon. Nach einem schönen Doppelpass mit einem Ismaninger Verteidiger netzte Tobias Köglmeier zum Comebacktor ein und der Ismaninger Trainer nahm seine erste Auszeit. Nun betrat auch Darius Förster das erste Mal das Feld, wurde wenige Angriffe später angespielt und holte einen Strafwurf heraus, den May souverän zum 9:15 verwandelte. Beim Stand von 11:16 zog auch Langer sein Timeout, teilte noch letzte Anpassungen vor der Pause mit und brachte Timo Stöcker auf Rechtsaußen, der sich kurz später mit einer Zeitstrafe für das Vertrauen seines Trainers bedankte und wieder bei ihm auf der Bank Platz nahm. Ungeachtet dessen setzte sich Tomek Rolka noch zwei weitere Male durch und sorgte für die 13:20 Führung zur Halbzeit.
Die Messe schien zur Hälfte bereits gelesen, da von Seiten der Ismaninger keine echte Gegenwehr oder Stimmung aufkam, das Spiel nochmal zu drehen. So entschied sich Timo Stöcker, für ein wenig Entertainment zu sorgen. Erst warf er den Torwart von Außen direkt an, dann scheiterte er als Einläufer frei vom Kreis erneut und holte sich dann, nachdem er den gegnerischen Keeper im dritten Versuch endlich überwinden konnte, im direkten Gegenzug seine zweite Zeitstrafe am heutigen Tag. Auf der Bank angekommen stritt er sämtliche Zusammenhänge mit seiner bisher in dieser Saison nicht vorhandenen Trainingsbeteiligung sofort ab. Darius Förster konnte in der kurzen Zeit seit seiner Reaktivierung ebenso wenige Trainingsbesuche sammeln (Anm. d. Red.: aber auch nur, weil das Donnerstagstraining trotz seiner Zusage aufgrund zu weniger Spieler abgesagt werden musste), zeigte im Laufe der zweiten Halbzeit aber in seinem einzigen Torwurf unter großer Bedrängnis einen wunderschönen Leger, der sich perfekt ins lange Eck senkte. Wie bereits vermutet brachte die zweite Spielhälfte ansonsten keine nennenswerten Ereignisse hervor. Die Gastgeber kamen nochmal auf sechs Tore heran, woraufhin die Löwen schnell wieder den Vorsprung vergrößerten. Unter diesen entspannten Bedingungen wurden wie durch Zauberhand sogar noch zwei weitere Anzinger Strafwürfe verwandelt und das Spiel endete mit einem der langsamsten Durchbrüche, den die Bezirksliga je gesehen hat, sowie einem anschließenden Slow-Motion-Dreher durch Nikolaus Jordan, der damit den Endstand von 27:37 herstellte.
Anzings wahre Liebe trifft am kommenden Sonntag, den 11.10., um 17:00 Uhr in der heimischen Löwenhöhle auf die alten Bekannten vom SV Bruckmühl. Die Bezirksoberliga-Absteiger stehen zwar nach zwei Spielen aufgrund eines Punktabzugs mit einem kuriosen Punkteverhältnis von -1:3 am Tabellenende, allerdings ist man durch zahlreiche Duelle in der Vergangenheit vorgewarnt. Die Mannschaft freut sich über jede Unterstützung beim kommenden Spiel!
Spieler und Tore:
Schmid (Tor); Gäbler, Wörner (5), May (10/3), Köglmeier (3), Stöcker (1), Bergmann (1), Förster (1), Rolka (8), Jordan (6), Harder (2)
Stimmen zum Spiel:
Timo Stöcker: „Regel Nummer 1: Wer trainiert, verliert.“
Darius Förster: „Kopfleger ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht.“
Jonas May: „Nach zwei Spielen hab ich 100% Siebenmeterquote und es wird immer noch nicht im Bericht erwähnt?!“
27 Mär
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