07 Okt
Team Alt schlägt Team Jung
Dritte feiert Start-Ziel-Sieg in Ismaning
15 Okt
SV Anzing III - SV Bruckmühl 27:23
Starke zweite Halbzeit sichert den Sieg
Obwohl die Anzinger Dritte am vergangenen Sonntag das Tabellenschlusslicht aus Bruckmühl empfing, war jedem in der Halle klar, dass dieses Spiel kein Selbstläufer werden sollte. Der Absteiger aus der Bezirksoberliga startete mit zwei Punkten Abzug sowie einem Unentschieden und einer knappen Niederlage gegen starke Gegner in die Saison, weshalb der Tabellenplatz nicht die Qualität der Mannschaft widerspiegelte. Trotz Umbruchs nach der letzten Saison sind einige bekannte Gesichter weiterhin im Bruckmühler Trikot aktiv, allen voran der sehr starke Torhüter Daniel Scheffter.
Dementsprechend schwer tat sich Anzings wahre Liebe in der Anfangsphase. Beide Mannschaften übertrieben es ein wenig mit dem Fair Play zu Beginn und wechselten mehrmals durch Lattenkracher und weggeworfene Bälle den Ballbesitz, bis Tomasz Rolka nach 2:30 Minuten das erste Tor der Partie für die Gastgeber erzielen konnte. Einige Fehlwürfe und zwei Bruckmühler Tore später erzielte Nikolaus „Air“ Jordan erst in der siebten Spielminute das nächste Löwentor zum 2:2 Ausgleich. Im Anschluss gewann die Partie etwas an Fahrt und beide Teams erspielten sich mehr Chancen. Allerdings waren es vor allem die Gäste, die diese auch tatsächlich im Netz unterbringen konnten, während die Rot-Schwarzen wiederholt am bereits erwähnten Torhüter scheiterten. Beim 5:7 in der 15. Spielminute hatte Löwendompteur Hasi „Dominik“ Langer genug gesehen, nahm seine Auszeit und führte erste Wechsel durch. Diese entfalteten prompt ihre Wirkung und das Ergebnis wurde innerhalb kürzester Zeit zum 9:7 gedreht. In der resultierenden Bruckmühler Auszeit (19. Minute) lobte der Coach die nun sicherer stehende Deckung und gab noch mehr Konzentration beim Torabschluss vor. Trotz eines unfassbar cool verworfenen Strafwurfs von Jonas May wurde die Führung sogar noch auf 12:8 ausgebaut. In den letzten vier Minuten vor der Pause schlich sich bei den Rossoneri jedoch wieder eine schlechtere Wurfauswahl ein, was zu einem Halbzeitstand von 12:10 führte.
Nach dem Seitenwechsel erwischte erneut der Sportverein aus dem Landkreis Rosenheim den besseren Start. Die Löwenreservereserve wiederholte ihre Fehler aus dem ersten Abschnitt, wählte zu schnell den unvorbereiteten Abschluss oder das Anspiel an den Kreis und kassierte bereits nach fünf Minuten den Ausgleich zum 13:13. Routinier Darius Förster erzielte das 14:13, verursachte auf der Gegenseite allerdings einen Siebenmeter, der zum erneuten Ausgleich führte und musste sich für zwei Minuten auf die Bank begeben. In der Unterzahl blieben die Hausherren dank guter Abwehrarbeit und starken Paraden von Paul „Felix“ Mögel ohne Gegentor und erzielten selbst wieder den Führungstreffer. Davon motiviert spielte sich Langers Truppe in einen Lauf und zog unter anderem durch eine gut ausgespielte Überzahl auf 19:14 davon. Die folgende Auszeit der Gäste blieb ohne Wirkung und andersherum als in der ersten Halbzeit waren es nun die Anzinger Würfe, die den Bruckmühler Torwart zum Verzweifeln brachten (Anm. d. Red.: selbstverständlich aufgrund der hervorragenden Wurfauswahl und -qualität der SVA-Werfer, nicht weil ihm mehrere unplatzierte Würfe durchgerutscht waren). So kam es, dass Scheffter in der 50. Minute beim Stand von 22:18 seinen Platz räumte und der zweite Torhüter ins Spiel kam. Jonas May nahm die Einladung dankend an und begrüßte den neuen Mann mit einem seiner klassischen Rückraumwürfe (Anm. d. Red.: „Hauptsache hoch und fest“) zum 23:18. Vor lauter Freude stolperte er aber beim Zurücklaufen über seine eigenen Beine in den Gegenspieler hinein, was diesen an der Ausführung des Anwurfs hinderte und mit einer Zeitstrafe geahndet wurde. Erste Erinnerungen an die verspielte Führung vor zwei Wochen gegen Prien wurden wach, allerdings blieb Anzings wahre Liebe weiterhin konzentriert. Mögel entschärfte mehrere gefährliche Würfe und im Angriff bediente Benedict „das C steht für cool“ Harder drei Angriffe in Folge seinen Rechtsaußen Rolka, der mit dem neuen Torhüter Katz und Maus spielte und einen Hattrick zum 26:19 schnürte. So schien sieben Minuten vor Schluss die Messe gelesen und dementsprechend lehnten sich die Hausherren zurück. Nach mehreren technischen Fehlern und Fehlwürfen gegen den mittlerweile zurückgekehrten Scheffter nahm Coach Langer beim 26:21 fünf Minuten vor Schluss doch nochmal eine Auszeit und beruhigte seine Mannen. So richtig rund liefen die folgenden Angriffe allerdings auch nicht und Martin Oellerer brachte den Zuschauern durch seine Zeitstrafe nochmal ein wenig Hoffnung auf ein spannendes Finale. Diese wurde jedoch dank starker Paraden des eingewechselten Robin „Leo“ Schmid und einer schönen Aktion von Raffi „Lionel“ Finsterhölzl zunichte gemacht, der Captain Willi „Wiesel“ Wörner bediente und mit dem 27:22 für die endgültige Entscheidung sorgte. In den letzten Minuten plätscherte das Spiel dem Ende entgegen und Schmid musste nur noch einmal hinter sich greifen, bis beim Stand von 27:23 die Schlusssirene ertönte.
Zwei starke Phasen der Anzinger Dritten waren an diesem Tag genug, um den SV Bruckmühl auf Distanz zu halten und das Punktekonto auf 5:1 zu stellen. Am kommenden Samstag, den 17.10., geht es für Anzings wahre Liebe nach Raubling. Das Team freut sich über Unterstützung vor Ort, der Anwurf erfolgt um 18 Uhr Ortszeit.
Spieler und Tore:
Schmid, Mögel (beide Tor); Gäbler, Wörner (4), May (4/0), Köglmeier (4), Finsterhölzl, Bergmann, Oellerer, Förster (2), Rolka (7), Jordan (5), Harder, Lück (1)
Stimmen zum Spiel:
Jonas Gäbler: „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Torwart von Linksaußen echt viel besser gehalten hat als gegen die Rechtsaußen.“
Felix Mögel: „Ich hoffe einfach nur, dass mein Eigentor im Bericht nicht total ausgeschlachtet wird…“
Henri Lück: „Die geschlossene Mannschaftsleistung auf unserer Seite war der Schlüssel zum Sieg. Wir haben als ein Team gespielt und jeder hat treu für seinen Nebenmann gekämpft, dagegen konnten unsere Gegner nicht ankommen.“
27 Mär
Meisterschaft und Klassenerhalt am gleichen Wochenende gesichert