13 Feb
Löwen-Dritte schlägt Vögel-Erste
Anzings wahre Liebe erkämpft sich nächsten Derbysieg
12 Jan
TSV Trudering - SV Anzing III 20:33
Ungefährdeter Sieg beim TSV Trudering
Nach einer ausgiebigen Winterpause und nur zwei Trainings im neuen Jahr startete die Anzinger Dritte am vergangenen Samstag formell in die Rückrunde. Es war jedoch das erste Aufeinandertreffen mit dem TSV Trudering in dieser Saison, da die Gegner für den völlig überraschenden Saisonauftakt urlaubsbedingt eine Verlegung beantragten. Angesichts des Ergebnisses dieses Spiels, bei dem die Truderinger scheinbar nicht dezimiert angetreten sind, mag man sich die Frage stellen, ob sich diese Verlegung für den Anzinger Gegner tatsächlich gelohnt hat (Anm. d. Red.: Wir freuen uns darauf, euch im Februar in der Löwenhöhle mit dem Dankeschön für die Verlegung in Form von Kaltgetränken zu empfangen).
Unabhängig von der Vorgeschichte ging die Anzinger Dritte hoffnungsvoll in das Duell mit dem alles andere als unbekannten Gegner, gegen den man bei den Aufeinandertreffen in den letzten Saisons stets als Sieger vom Platz gehen konnte. Nur der ehemalige Truderinger Paul „Felix“ Mögel war beim Warmlaufen scheinbar so aufgeregt, dass er zunächst seinem Torwartkollegen Fabian Fiedler das Tor überließ und selbst zum Verschnaufen auf der Bank Platz nehmen musste. Mit Trainer Hasi „Dominik“ Langer, Teammanager Gerd Lzicar und Rückraumstratege Nick „Hawranek“ Jordan waren weitere ehemalige Truderinger von Beginn an aktiv dabei.
Vor allem aufgrund der Leistung von Fabian Fiedler, der verriet, dass er immerhin vor langer Zeit mal eine Vorbereitung lang beim TSV mittrainiert hat, ließen die Rot-Schwarzen den Gastgebern am heutigen Tag keine Chance. Der Anzinger Hüter zog dem Toptorschützen Moritz Berndl bereits früh den Zahn und hielt ihn trotz seiner am Ende 9 Tore bei einer Wurfquote von unter 50 %. Im Angriff spielten die Rossoneri zu Beginn schnell durch und kamen zu hochwertigen Chancen, die man allerdings ebenfalls nicht so sicher wie erhofft im Tor unterbrachte. Überraschenderweise fand sich Jonas May (Anm. d. Red. Vermutlich aus Mangel an Alternativen) als erster Schütze an der Siebenmeterlinie wieder. Nachdem er die ersten beiden Strafwürfe sicher verwandelte, wurde es ihm zu langweilig und er versuchte den nicht besonders groß gewachsenen Torwart zu tunneln. So brachte er seine 7m-Quote wieder auf einen gewohnten Schnitt von 67 % herunter und seine Mannschaft führte nach zehn Minuten mit 4:7.
In der Folge schraubte die gesamte Anzinger Mannschaft ihre Wurfeffizienz noch weiter nach unten und zeigte besonders bei mehreren gescheiterten Heber- und Kopflegerversuchen, dass man nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit agierte. Aufgrund der ausbaufähigen Truderinger Angriffsleistung und eines herausragenden Fiedlers im Tor war die Führung dennoch nie in Gefahr. So blieben die Hausherren ab der zehnten Minute für 15 Minuten Spielzeit ohne eigenes Tor. Einziges Manko an diesem Tag sollten die Tempogegenstöße sein. Konnte Henri Lück den ersten noch verwandeln, kamen die Pässe in der weiteren Spielzeit entweder nicht an oder wurden nicht im gegnerischen Tor versenkt. Die Anzinger Gäste nahmen sich immerhin nur eine zehnminütige Tor-Auszeit, bis Sebastian Dengler von der für ihn ungewohnten halblinken Position mit einem Doppelschlag auf 4:9 stellte. Im Anschluss hätte er wohl sowieso eine Pause eingefordert, sein Gegenspieler kam ihm aber mit einer Schauspieleinlage zuvor und so kam es ihm gar nicht so ungelegen, dass er für zwei Minuten auf die Bank verwiesen wurde. Die Truderinger waren währenddessen mehr mit sich selbst beschäftigt als mit dem Handballspielen und so ging es mit einem 7:14 in die Halbzeit.
Nach der Pause zeigte sich den anwesenden Zuschauern, die überwiegend Gästefans waren, ein ähnliches Bild. Die Löwenreservereserve wechselte munter durch und dennoch geriet der Sieg am heutigen Tag niemals in Gefahr. Lediglich die Einsatzbereitschaft in der Abwehr ließ sichtlich nach, weshalb Trudering bereits nach 13 Minuten in der zweiten Hälfte genauso viele Tore erzielt hatte wie in den ersten 30 Minuten. Immerhin lief gleichzeitig auch der Anzinger Angriff weiter, was einen Zwischenstand von 14:22 bedeutete. Besonders Kreisläufer Marinus Limbrunner wurde in dieser Phase besonders oft gefunden und trug sich mehrmals in die Torschützenliste ein. Jonas May zeigte ungeahnte Defensivqualitäten und blockte den mindestens zwei Köpfe größer gewachsenen Berndl gleich zweimal in Folge. Zum Ende des Spiels gab es sogar nochmal Einsatzminuten für den Lokalhelden Felix Mögel, der sein Bestes tat, die Gegner bei unter 20 Gegentoren zu halten. Leider scheiterte das große Ziel an einem völlig überraschenden Rückraumwurf Berndls 20 Sekunden vor Schluss, den wirklich niemand auch nur ansatzweise hätte vorhersehen oder verhindern können. So endete das Spiel mit 20:33 in einem souveränen Sieg, obwohl die Anzinger Dritte alles andere als eine Glanzleistung gezeigt hatte.
Nun kann man den Fokus auf die kommenden Aufgaben gegen Gegner aus dem vorderen Tabellendrittel richten. Bereits nächste Woche ist der Tabellennachbar SBC Traunstein in der Löwenhöhle zu Gast. Im Hinspiel setzte es für Anzings wahre Liebe eine herbe Niederlage, für die man sich nur zu gerne revanchieren möchte. Die Mannschaft freut sich über jede Unterstützung für das Duell am kommenden Sonntag, den 18.01., um 19:00 Uhr in der Anzinger Löwenhöhle.
Spieler und Tore:
Fiedler, Mögel (beide Tor), Muck (1), Limbrunner (6/2), Dengler (3), Kummer, Haas, Hagedorn (3), Stöcker (1), Malecki (1), May (5/2), Lück (2), Jordan (7), Harder (3), Weindl (1)
Stimmen zum Spiel:
Anonymer Spieler auf der Anzinger Bank: „Der Jonas ist aber auch fast 1,80 m groß, den darf man im Innenblock nicht unterschätzen!“
Anzinger Torhüter Fidlian Faber (Name durch die Redaktion aus Datenschutzgründen abgeändert): „Zum Glück hatte ich heute mein buntes Nadelstreifensakko nicht an, sonst hätten mich eventuell noch Truderinger von damals erkannt.“
Ein optimistischer Anzinger Statistikfreund: „Mit den heutigen 7m haben wir unsere Quote so weit nach oben gepusht, dass wir uns nun immerhin den letzten Platz im ligaweiten Ranking teilen!“