13 Apr
Dritte krönt die Meistersaison
Zweiter Sieg gegen Prien in zwei Wochen – Einspruch zwecklos
04 Mär
SV Anzing III - ESV Freilassing 29:20
Dritte grüßt weiter von der Tabellenspitze
Als Tabellenführer das Schlusslicht zu empfangen, das sollte eigentlich eine der weniger anspruchsvollen Aufgaben sein. Nicht ganz so entspannt erging es der Anzinger Dritten, als sie in ihrem letzten Spiel den ESV Freilassing zu Gast hatte. Dieser hatte zwar zu diesem Zeitpunkt nur einen Sieg auf dem Punktekonto, allerdings erwartete ihn eine ausgedünnte und teils durch das BOL-Vorspiel vorbelastete Mannschaft von Headcoach Hasi „Dominik“ Langer. Aufgrund von Verletzungen und Verpflichtungen privater Natur sowie bei der vereinseigenen zweiten Mannschaft befand sich an diesem Tag von den sieben besten Saisontorschützen des Teams tatsächlich nur ein einziger im Kader. Außerdem konnte sich leider aufgrund der feuchtfröhlichen Spielnachbereitung in der Salzburger Innenstadt niemand der Anwesenden mehr an das Hinspiel erinnern. Lediglich Hasi Langer erwischte ein kleines Déjà-vu, als er die Duschen in der Kabine erblickte.
Ähnlich geschockt waren die Anzinger Zuschauer, als sie einen unkonzentrierten Spielbeginn ihrer Mannschaft zu sehen bekamen. Ein 0:2 Rückstand war die Folge, der sogar noch höher hätte ausfallen können. Denn Robin „die Katze von Anzing“ Schmid konnte einen Heber im Gegenstoß mit einer spektakulären Flugshow parieren und glänzte auch wenige Minuten später mit einer weiteren Parade gegen einen Freilassinger Strafwurf. Davon aufgeweckt drehten seine Vorderleute die Partie trotz Unterzahl (Anm. d. Red.: Danke an Kapitän Felix Wörner fürs Kabinenfest) auf ein 4:2 und die Fans konnten ein wenig durchschnaufen. Unter anderem ein Phantom-Siebenmetertor durch BenediCt "EBWKF" Harder sorgte im Nachgang auf dem Spielbericht für Verwirrung (Anm. d. Red.: Ja, obwohl alle Zeichen darauf hindeuten, dass dieser 7m eigentlich durch Tzokko Mayer verwandelt wurde, möchte sich die Redaktion nicht anmaßen, den Spielbericht anzuzweifeln). Dennoch konnten sich die Rot-Schwarzen nicht so recht absetzen. Das Comeback des LANGzeitverletzten Raphael Finsterhölzl sorgte für Jubel bei allen Beteiligten, doch auch mit ihm auf der Rückraum Mitte taten sich die Löwen weiter schwer. Die Abwehr funktionierte weiter ordentlich, konnte sich jedoch vor allem bei Robin Schmid bedanken, der an diesem Abend ein sehr sicherer Rückhalt war und den ein oder anderen Fehler ausmerzte. Eine Auszeit der Anzinger Trainer verpuffte genauso wie die vielen Wechsel, die frischen Wind in die Mannschaft bringen sollten. So kamen die Eisenbahner nach der Auszeit bei 10:7 wieder auf 12:11 heran. Zu allem Überfluss setzte der bis dato sichere Schütze Christoph „Schoko“ Mayer seinen Strafwurf mit voller Kraft auf die Matte neben dem Tor und David Cvijetic holte sich in der Defensive eine Zeitstrafe. Trotz Unterzahl erzielte Aggressive Leader Felix „Muskel“ Muck das 13:11 und das Team verteidigte den letzten Angriff der Gäste, sodass es mit diesem Zwischenstand in die Halbzeit ging.
Nach Wiederanpfiff zeigte sich zum Leid der Trainer das gleiche Bild wie in der ersten Halbzeit. Freilassing erzielte die ersten beiden Tore und glichen das Spiel somit in der 33. Minute wieder aus. Nach dem 14:14 erinnerte sich Anzings wahre Liebe dann aber doch an ihre eigentlichen Qualitäten. Robin Schmid musste sechs Minuten lang kein einziges Mal mehr hinter sich greifen und die Rossoneri zogen durch einen lupenreinen Hattrick von Schoko „Christoph“ Mayer, einem weiteren Tor von Muskel Muck und dem Comeback-Treffer des nun mutiger aufspielenden Raphi Finsterhölzl auf 19:14 davon. Die Gäste versuchten, den Lauf mit einer Auszeit zu unterbinden, doch der Anzinger Güterzug war nun auch ohne Lokführer Lasse Hagedorn nicht mehr aufzuhalten. Innerhalb der nächsten zehn Minuten ließ die Löwenreservereserve einen weiteren 5:1- Lauf folgen, sodass die Anzeigetafel in der 52. Minute ein beruhigendes 24:15 auswies. Die verbleibenden Minuten spielten die Anzinger souverän herunter und alle Spieler, die nicht schon ein Spiel in den Knochen und noch Luft hatten, erhielten ihre verdienten Einsatzzeiten. Enttäuschung machte sich lediglich breit, als in der letzten Spielminute das 20. Gegentor geschluckt werden musste. Diese geriet aber kurz danach wieder in den Hintergrund, als der zuletzt immer häufiger als Goalgetter in Erscheinung getretene Routinier Philipp Schoof einen Gegenstoß souverän zum Endstand von 29:20 verwandelte.
So waren es 15 starke Spielminuten, in denen die Anzinger neun Tore Vorsprung herausspielten, die an diesem Tag den Unterschied gemacht haben. Die tapferen noch anwesenden Fans bekamen sicherlich keinen handballerischen Leckerbissen, aber einen definitiv verdienten Sieg der Anzinger Dritten zu sehen, die somit ihre Tabellenführung verteidigten. Nun hat die Mannschaft zwei spielfreie Wochenenden Zeit, einzelne Wehwehchen auszukurieren und die Unterstützung der zweiten Mannschaft so zu reduzieren, dass man im Saisonendspurt mit dem bestmöglichen Kader den Platz an der Sonne nicht mehr hergibt.
Um dieses Ziel zu erreichen, erwartet die Langer-Truppe nach der Pause mit einem Doppelspieltag eine besondere Herausforderung. Zuerst tritt man am Samstag, den 14.3., um 19:30 Uhr zu einem Nachholspiel beim TuS Prien an und tags darauf ist man um 16:00 Uhr beim TSV Grafing gefordert. Um bei dieser Belastung zu bestehen, hofft die Mannschaft auf einen möglichst breiten Kader und zahlreiche Unterstützung von den Tribünen.
Spieler und Tore:
Schmid, Mögel (beide Tor); Muck (2), Wörner (1), Kummer (1), Winter (5), Dengler (1), Leone, Finsterhölzl (2), Cvijetic, Mayer (11/2), Oellerer, Schoof (1), Haas (2), Harder (3/1)
Stimmen zum Spiel:
Lasse „The Freight Train“ Hagedorn, nachrichtlich: „Ich übernehme die volle Verantwortung für den verschlafenen Start des Teams. Dass ich als Spezialist genau beim Spiel gegen die Eisenbahner im Urlaub bin, ist ein unverzeihlicher Fehler meinerseits.“
Felix Muck zu seiner außerordentlichen Trefferquote in allen Lebenslagen: "Ich gebe einfach immer 200 %, auch an einem verregneten Sonntagabend wie heute"
Christoph Mayer: „Keine Ahnung, wieso der Kader zurzeit oft so ausgedünnt ist, aber da bin ich als Führungsspieler natürlich heute gerne voran gegangen!“
Benedict Harder: "Mit 100% Quote bin ich jetzt wohl der beste 7m Schütze der Liga. An dieser Stelle möchte ich mich besonders beim Kampfgericht bedanken, ohne dem ich heute nicht hier stehen würde."
27 Mär
Meisterschaft und Klassenerhalt am gleichen Wochenende gesichert