13 Apr
Dritte krönt die Meistersaison
Zweiter Sieg gegen Prien in zwei Wochen – Einspruch zwecklos
27 Mär
TuS Traunreut - SV Anzing III 19:40
Meisterschaft und Klassenerhalt am gleichen Wochenende gesichert
Die Vorzeichen für das Spiel am vergangenen Samstag waren klar: Gewinnt die Anzinger Dritte das Duell beim TuS Traunreut, kann sie trotz eines weiteren noch ausstehenden Spiels nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Entsprechend angestachelt waren die Löwen bereits bei der Anreise und direkt vor dem Spiel. Coach Hasi "Dominik" Langer konnte auf einen schlagkräftigen, bis auf den letzten Platz gefüllten, Kader zurückgreifen, während man den Gastgebern bereits beim Aufwärmen anmerkte, dass einige ihrer wichtigsten Akteure am heutigen Tag nicht zur Verfügung standen. Nichtsdestotrotz ging Anzings wahre Liebe hochmotiviert in die ersten Spielminuten.
Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich der nicht von der Hand zu weisende Klassenunterschied zwischen den beiden Teams. Anzing rührte in der Abwehr Beton an und Fabian Fiedler im Tor kümmerte sich um die restlichen Würfe, die den Weg Richtung Tor fanden. Beim Stand von 2:7 parierte er außerdem einen Strafwurf der Hausherren. In die andere Richtung wurde auf Tempo gesetzt, womit die Traunreuter Deckung ihre Probleme hatte. Während die Gegenstoßpässe zwar im gesamten Spiel nur selten einen Abnehmer fanden, erzielten die Rot-Schwarzen über die zweite Welle und schnelles Angriffsspiel Tor um Tor. Jonas Gäbler begann an diesem Tag auf der ungewohnten Rechtsaußen-Position, zeigte sich allerdings zu Beginn hellwach, als er zwei Abpraller der seltenen Fehlwürfe sicherte und selbst verwandelte. Eine zwischenzeitliche Auszeit der TuS-Trainer beim Stand von 2:10 zeigte nur begrenzt Wirkung. Trotz kurzzeitig versuchter offensiver Abwehr der Gastgeber und auch nach mehreren Wechseln auf Anzinger Seite lief die Tormaschine weiter und man zog bis zur 20. Spielminute auf 3:15 davon. Erst dann schalteten die Löwen einen Gang zurück und ließen Traunreut auch ein wenig mitspielen. Völlig unerwartet zeigte sich in dieser Phase der sonst so wacklige Jonas May bereits zweimal sicher vom 7m-Strich. Durch seine Tore und die des wiedergenesenen Wirbelwinds Raphael Finsterhölzl wurde der Vorsprung bis zur Halbzeitpause konstant gehalten. Beim Stand von 9:21 traten die Teams den Gang in die Kabine an.
In der Pause traute sich die Mannschaft bereits, ihre Ziele für das restliche Spiel zu erweitern und sich neben dem Sieg und der damit verbundenen Meisterschaft möglichst viele Kästen auf der Bierliste zu sichern. Da sich niemand freiwillig bereit erklärte, gegen den Schiedsrichter zu meckern, musste man also für die maximale Ausbeute bei unter 20 Gegentoren bleiben und gleichzeitig mehr als 40 Tore erzielen.
Besonders Jonas May und der nun eingewechselte Routinier Philipp Schoof zeigten sich davon motiviert und erhöhten auf 10:25. Nachdem Jonas Gäbler im Gegenstoß nur durch beherztes Zugreifen seines Gegenspielers zu stoppen war, staute sich ebenfalls bei Dominik Winter etwas an. Den Ärger darüber, seinen Mitspieler im Schwitzkasten des Traunreuters zu sehen, münzte er in Motivation um, jeden Angriff noch konsequenter in der Parallele aufs Tor zu gehen, was in einigen Torerfolgen resultierte. Nachdem nun auch die Taktik, mit der im Hinspiel der Großteil der Tore erzielt wurde, wie geplant funktionierte, konnten sich auch die größten Zweifler beim Zwischenstand von 15:30 entspannen. Doch plötzlich stand nicht mehr Jonas "cold as ice" May, sondern Tzokko "Chris" Mayer am 7m-Strich und konnte in dieser Sequenz nur einen seiner zwei Strafwurf-Versuche und keinen Feldwurf im Tor unterbringen. Die Mannschaft konnte sich von diesem Schock schnell erholen und zog bis zur 49. Minute auf 15:33 davon. Zur vollständigen Zielerreichung mobilisierten die Anzinger nochmal all ihre Kräfte. Durch Tore von Bergmann, Wörner, Hagedorn und einen weiteren 7m von Jonas May stand es 5 Minuten vor Schluss 17:37. Auch der mittlerweile zwischen den Pfosten stehende Paul "Felix" Mögel tat sein Bestes und parierte noch einen 7m. Während die Defensive ihre Aufgabe erledigte und nur 19 Gegentore zuließ, übernahm Capitano Willi "Felix" Wörner Verantwortung und erzielte das 40. Tor. Da es dabei bleiben sollte, sparte sich das Trainerteam immerhin einen weiteren Kasten als Belohnung für dieses Spiel.
Möglicherweise waren die Löwen kurz vor Schluss abgelenkt von den überraschend aus der Kabine gezauberten Meistershirts, von denen der Großteil der Mannschaft im Vorfeld nichts wusste und die in den Schlussminuten auf der Bank verteilt wurden. Unter großem Jubel stürmten die Anzinger mit der Schlusssirene das Feld und freuten sich über ihren ersten Meistertitel in der Bezirksliga. Nach den fairen Glückwünschen von Traunreuter Seite gab es zwar leichte Textschwierigkeiten im Jubelkreis, allerdings wurde dann noch professionell mit den frischen Shirts fürs Foto posiert. Als faire Gewinner verließ man danach möglichst schnell das Feld, um das nachfolgende Damenspiel nicht zu beeinträchtigen und verlegte die Feier inkl. Sektdusche in die Kabine bzw. Dusche (Anm. d. Red.: Keine Sorge, bei den Feierlichkeiten wurde selbstverständlich kein Bier verschwendet).
Im Anschluss ließ sich KuN-Wart Martl Oellerer mal wieder nicht lumpen, organisierte kurzfristig den Festsaal inklusive Schnapsrunde beim ortsansässigen Wirt, wo die gesamte Mannschaft den Titel ausführlich feierte. Die Fortsetzung dieser Party fand sich dann in bekannteren Etablissements im Münchner Osten wieder - weitere Details darf die Redaktion allerdings an dieser Stelle nicht verraten.
Obwohl man zwar den Meistertitel errungen hatte, war kurioserweise zu diesem Zeitpunkt der Klassenerhalt für die Dritte noch nicht gesichert. Erst als die Reserve in der Bezirksoberliga mit freundlicher Unterstützung einiger Spieler am nächsten Tag auch ihr Spiel gewann und somit nicht mehr absteigen kann, war final klar, dass die Dritte auch im nächsten Jahr wieder in der Bezirksliga antreten und ihren Titel verteidigen darf. Die Saison ist an dieser Stelle allerdings noch nicht vorbei. Am kommenden Samstag kommen die liebgewonnenen Handballfreunde vom TuS Prien in die Löwenhöhle zu Besuch, um das letzte Saisonspiel zu absolvieren. In der Hoffnung, dass sich diesmal etwas mehr auf den Handballsport konzentriert wird, lädt Anzings wahre Liebe nochmal alle Fans, Supporter, Sponsoren und Verehrer ein, am 28.3. um 16 Uhr in die Halle zu kommen, und das Team beim hoffentlich erfolgreichen Saisonabschluss zu unterstützen. Für den weiteren Abend ist mannschaftsintern bereits gesorgt. Nachdem man letzte Woche noch auswärts speisen musste, freuen sich Spieler und Trainer bereits auf ihren Besuch beim Trikotsponsor Purfinger Haberer im Anschluss.
Spieler und Tore:
Fiedler, Mögel (beide Tor); Gäbler (2), Wörner (4), Winter (4), May (11/4), Hagedorn (3), Finsterhölzl (4), Mayer (6/1), Bergmann (1), Oellerer, Schoof (1), Leone, Jordan (4), Harder, Modl
Stimmen zum Spiel:
Paul Mögel vor dem Spiel in seiner bestmöglichen Muskel Muck-Imitation: "cvnjeirvberwlnfvejcbwqelifbnrefvörweqjofvjöfwnoweKÜÜÜÜÜÜÜÜÜHL!!!!!!"
Jonas May: "Jaaa, Meisterschaft schön und gut. Aber ich bin mit dem heutigen Spiel in der 7m-Quote an Schoko vorbeigezogen, wie gut ist das denn???"
Bene Harder: "Ich bin nur als Backup für den Notfall mitgekommen und um die Meisterschaft zu feiern, da riskier ich doch jetzt nicht noch meine hochverdiente, perfekte 7m-Quote!"